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sichergenug.de Krypto-Check orientiert an BSI TR-02102 Domain prüfen
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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 6. November 2026 • Anbieter: Gutacker, Frank-Ringo, Mittelstr. 34, 14467 Potsdam • E-Mail: support@sichergenug.de

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche unentgeltlichen und entgeltlichen Leistungen, die über die Plattform sichergenug.de durch Gutacker, Frank-Ringo, Mittelstr. 34, 14467 Potsdam (nachfolgend „Anbieter“) erbracht werden.

(2) Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein bindendes Angebot. Bei Sofortzahlung gibt der Kunde mit Abschluss des Bezahlvorgangs auf der Zahlungsseite von Stripe ein verbindliches Angebot ab; der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Zahlung bestätigt und die Leistung bereitstellt. Zum Kauf auf Rechnung gilt § 4 Abs. 4.

(3) Eingaben können bis zum Absenden im Bestellformular und auf der Zahlungsseite von Stripe jederzeit geprüft und berichtigt werden. Beim Kauf auf Rechnung zeigt die Bestätigungsseite alle Angaben vor der verbindlichen Bestellung noch einmal an; sind sie unrichtig, wird die Bestellung einfach nicht bestätigt und neu aufgegeben.

(4) Vertragssprache ist Deutsch. Der Anbieter speichert den Vertragstext (Bestelldaten und diese AGB in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung) und übermittelt ihn dem Kunden mit der Vertrags- bzw. Auftragsbestätigung per E-Mail. Die jeweils aktuellen AGB sind unter https://sichergenug.de/agb/ abrufbar.

§ 2 Leistungsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt einen automatisierten technischen Krypto-Check bereit, der öffentlich erreichbare Server-Endpunkte (insbesondere TLS/HTTPS, SMTP/STARTTLS und SSH) anhand von Handshake-Metadaten und öffentlichen DNS-/Certificate-Transparency-Einträgen auf ihre kryptografische Konfiguration untersucht und daraus technische Dokumentations- und Konfigurationsartefakte (PDF-Bericht, CycloneDX CBOM, Beispielkonfigurationen, Richtlinien-Vorlagen) generiert.

(2) Die erstellten Dokumente stellen eine automatisierte technische Stichtagsaufnahme dar und ersetzen weder ein Sicherheitsaudit vor Ort noch eine Rechtsberatung oder eine behördliche Zertifizierung oder Prüfung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bzw. eine externe Prüfstelle.

(3) Geprüft wird ausschließlich die von außen über das Internet erreichbare Konfiguration der Transportverschlüsselung (TLS, SMTP/STARTTLS, SSH) sowie öffentlich abrufbare DNS-Einträge (insbesondere MX, SPF, DMARC, TLSA und MTA-STS). Nicht erfasst werden insbesondere interne Netze und Systeme, Anwendungs- und Quellcode-Schwachstellen sowie organisatorische und prozessuale Pflichten nach dem BSIG (z. B. Risikomanagement, Meldewesen). Die Dokumente sind daher keine vollständige Bewertung der Umsetzung der NIS-2-Anforderungen.

(4) Die im Komplettpaket enthaltenen Server-Konfigurationen, Prüfskripte und Checklisten sind generische, an der BSI TR-02102 orientierte Anwendungsbeispiele ohne Berücksichtigung der individuellen Systemumgebung des Kunden (wie Softwareversionen, Module, Abhängigkeiten oder Bestands-Clients) und keine einsatzfertigen Produktionsdateien. Die im Paket enthaltenen Richtlinien- und Fragebogenvorlagen sind unverbindliche Muster. Auswahl, Anpassung an die eigene Organisation und Zielumgebung, vorherige Tests auf nicht-produktiven Systemen (einschließlich Datensicherung und Rückfallplanung) sowie die produktive Implementierung sind nicht Gegenstand der Leistung des Anbieters, sondern obliegen dem Kunden bzw. dessen qualifiziertem IT-Fachpersonal.

§ 3 Berechtigung zur Prüfung (Scan-Autorisierung) & Opt-out

(1) Der Kunde bzw. Nutzer versichert mit dem Auslösen eines Scans oder dem Abschluss einer Bestellung ausdrücklich, dass er ausschließlich eigene IT-Systeme / Domains prüfen lässt oder über eine ausdrückliche, gültige und nachweisbare Freigabe (Autorisierung) des jeweiligen Systembetreibers verfügt, diese Systeme über sichergenug.de technisch prüfen zu lassen.

(2) Es ist untersagt, fremde Domains oder Systeme ohne entsprechende Berechtigung zu scannen. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer vom Kunden zu vertretenden unbefugten Beauftragung von Scans resultieren, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.

(3) Domains, deren Betreiber einer Prüfung widersprochen haben (Opt-out-Sperrliste), sind inklusive sämtlicher Subdomains dauerhaft von allen Scans ausgeschlossen.

§ 4 Preise & Zahlungsabwicklung

(1) Alle angegebenen Preise sind Endpreise in Euro. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet (Kleinunternehmerregelung).

(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Bei verzögerten Zahlungsarten (z. B. SEPA-Lastschrift oder Banküberweisung) erfolgt die Bereitstellung und der Versand des Download-Links unmittelbar nach endgültiger Zahlungsbestätigung.

(3) Unternehmern im Sinne des § 14 BGB bietet der Anbieter zusätzlich den Kauf auf Rechnung an; Verbrauchern steht diese Zahlungsart nicht zur Verfügung. Der Besteller versichert mit der Bestellung, in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln und zur Bestellung im Namen des angegebenen Unternehmens berechtigt zu sein.

(4) Beim Kauf auf Rechnung kommt der Vertrag zustande, wenn der Besteller die Bestellung über den an die angegebene E-Mail-Adresse gesandten Bestätigungslink verbindlich bestätigt. Der Anbieter stellt die Leistung unmittelbar danach bereit und übermittelt Auftragsbestätigung und Rechnung per E-Mail.

(5) Der Rechnungsbetrag ist ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum zur Zahlung fällig. Nach Ablauf dieser Frist kommt der Kunde ohne weitere Mahnung in Verzug; es gelten die gesetzlichen Verzugszinsen sowie die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB.

(6) Der Anbieter kann Bestellungen auf Rechnung ohne Angabe von Gründen ablehnen. Zur Durchsetzung seiner Ansprüche speichert der Anbieter Bestelldaten, Zustimmungserklärungen, Bestätigungs- und Abrufvorgänge (Zeitpunkt, IP-Adresse, Browserkennung) sowie die versandten Nachrichten und ausgelieferten Dateien für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungs- und Verjährungsfristen.

§ 5 Sofortige Vertragsausführung & Erlöschen des Widerrufsrechts (§ 356 Abs. 5 und 6 BGB)

(1) Bei den kostenpflichtigen Prüfberichten und Download-Paketen handelt es sich um nicht auf einem körperlichen Datenträger befindliche digitale Inhalte, die individuell für die vom Kunden angegebene Domain generiert und unmittelbar zum Download bereitgestellt werden.

(2) Soweit der Kunde Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist, erlischt das Widerrufsrecht für die digitalen Inhalte gemäß § 356 Abs. 6 BGB, sobald der Anbieter mit der Vertragserfüllung begonnen hat, nachdem der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, der Kunde seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass durch seine Zustimmung mit Beginn der Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht erlischt, und der Anbieter ihm eine Bestätigung gemäß § 312f BGB zur Verfügung gestellt hat. Soweit die Prüfung als Dienstleistung einzuordnen ist, erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB mit deren vollständiger Erbringung, wenn der Kunde zuvor ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom Erlöschen bei vollständiger Vertragserfüllung bestätigt hat. Einzelheiten regelt die Widerrufsbelehrung.

§ 6 Nutzungsrechte, Gewährleistung & Haftung

(1) Mit vollständiger Zahlung des jeweiligen Paketpreises räumt der Anbieter dem Kunden ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Recht ein, die für die geprüfte Domain erstellten Berichte, CBOM-Inventardateien, Konfigurationsbeispiele und Richtlinien-Mustervorlagen für eigene unternehmensinterne Zwecke (einschließlich der Vorlage gegenüber Geschäftsleitung, Kunden, Wirtschaftsprüfern, Aufsichtsbehörden und Auditoren) zu nutzen. Werden die Unterlagen vor der Zahlung bereitgestellt (Kauf auf Rechnung), ist die Nutzung bis zur vollständigen Zahlung nur vorläufig gestattet; gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann der Anbieter diese Gestattung nach Setzen einer angemessenen Nachfrist widerrufen.

(2) Für Mängel der bereitgestellten digitalen Produkte gelten die gesetzlichen Vorschriften (§§ 327 ff. BGB bei Verträgen mit Verbrauchern bzw. die kauf- und werkvertraglichen Vorschriften des BGB/HGB gegenüber Unternehmern). Die im Paket enthaltenen Server-Konfigurationen und Richtlinien-Mustervorlagen sind vor einem produktiven Einsatz vom Kunden bzw. dessen IT-Fachpersonal eigenverantwortlich auf Kompatibilität mit der jeweiligen Zielumgebung zu prüfen. Gegenüber Unternehmern verjähren Mängelansprüche in einem Jahr ab Bereitstellung; dies gilt nicht für Schadensersatzansprüche nach den Absätzen 3 und 4.

(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, und nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes.

(4) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten, d. h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

§ 7 Anwendbares Recht, Gerichtsstand & Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters (Potsdam).

(3) Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle gemäß § 36 VSBG teilzunehmen.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt ( § 306 BGB).