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DORA Art. 9 & RTS 2024/1774 CycloneDX v1.6 CBOM + Excel-CSV 10 Min. Lesezeit · Stand: Oktober 2026

DORA Kryptografie-Inventar (Excel-CSV & CycloneDX CBOM): Anforderungen nach Art. 9 DORA & BaFin-Praxis

Finanzunternehmen und ihre IKT-Drittdienstleister müssen nach Art. 9 DORA und Art. 6–7 DelVO (EU) 2024/1774 ein vollständiges Register aller kryptografischen Assets und Schlüssel führen. Erfahren Sie, warum manuelle Excel-Tabellen im Audit durchfallen und wie Sie in Sekunden ein maschinenlesbares CycloneDX v1.6 CBOM plus semikolon-getrennte deutsche Excel-CSV generieren.

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1. DORA Art. 9 & DelVO (EU) 2024/1774 Art. 6–7: Was BaFin und EZB konkret prüfen

Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA, Verordnung (EU) 2022/2554) gilt im gesamten europäischen Finanzsektor – für Banken, Sparkassen, Versicherungen, Wertpapierfirmen, Kapitalverwaltungsgesellschaften, Zahlungsdienstleister und Krypto-Asset-Dienstleister – ein einheitliches, unmittelbar geltendes Aufsichtsrecht. In Art. 9 Abs. 2 DORA verpflichtet der Verordnungsgeber Finanzunternehmen zu belastbaren Strategien und Verfahren für die Verschlüsselung und kryptografische Absicherung von Daten in Ruhe (at rest), in Nutzung (in use) und bei der Übertragung (in transit).

Wie detailliert diese Pflicht in der Aufsichtspraxis der BaFin und der europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, EIOPA, ESMA) ausgelegt wird, regelt die verbindliche Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774 (Regulatory Technical Standards, RTS zum IKT-Risikomanagementrahmen) in den Artikeln 6 und 7:

Art. 6 DelVO (EU) 2024/1774

Kryptografie-Richtlinie & Krypto-Agilität

  • Verpflichtende Kriterien für die Auswahl kryptografischer Algorithmen, Schlüssellängen und Protokolle auf Basis führender Standards (in Deutschland: BSI TR-02102) und der Datenklassifizierung.
  • Art. 6 Abs. 3 RTS: Finanzunternehmen müssen die Entwicklung der Kryptoanalyse und Quantentechnologie beobachten und kryptografische Technologien bei Bekanntwerden von Schwächen unverzüglich aktualisieren oder ersetzen (Krypto-Agilität).
  • Dokumentierte Ausweichlösungen, falls einzelne Systeme noch nicht auf aktuelle Algorithmen umgestellt werden können.
Art. 7 DelVO (EU) 2024/1774

Kryptografisches Schlüsselmanagement & Register

  • Lückenlose Richtlinien für den gesamten Lebenszyklus kryptografischer Schlüssel: Generierung, Erneuerung, Speicherung, Backup, Archivierung, Widerruf und Vernichtung.
  • Art. 7 Abs. 2 RTS (Das Krypto-Register): Verpflichtung zur Führung eines Registers für sämtliche Zertifikate und zertifikatspeichernden Geräte mit mindestens: Eigentümer, Aussteller, Gültigkeitsdauer, Einsatzzweck, Algorithmus und Schlüssellänge.

2. Warum manuelle Excel-Listen bei DORA- und BaFin-Prüfungen regelmäßig durchfallen

In vielen Instituten und mittelständischen IT-Abteilungen beginnt die Vorbereitung auf ein DORA- oder NIS-2-Audit noch immer damit, dass ein Mitarbeiter eine leere Excel-Arbeitsmappe anlegt und versucht, Webserver, Mail-Gateways und Zertifikate von Hand einzutragen. In der Prüfungspraxis scheitert dieser manuelle Ansatz aus vier systematischen Gründen:

Prüfkriterium (BaFin / DORA RTS) Manuell gepflegte Excel-Liste Automatischer Export (CycloneDX v1.6 CBOM + CSV)
Vollständigkeit der Subdomains Unvollständig: Vergessene Subdomains (vpn.*, api.*, staging.*) aus Certificate-Transparency-Logs fehlen fast immer. Automatische Erfassung über crt.sh + DNS-Analyse (MX, SPF, DMARC, SRV, TLSA) inkl. Sonderports.
Aktualität bei 90-Tage-Zertifikaten Nach spätestens 90 Tagen (ACME / Let’s Encrypt Rotation) sind Seriennummern, Ablaufdaten und Fingerprints veraltet. Sekundengenaue Live-Messung mit kryptografischer SHA-256-Prüfsumme (SHA256SUMS.txt) zum Prüfungsstichtag.
Tiefe der Handshake-Parameter Erfasst meist nur „HTTPS aktiv“, aber weder ausgehandelte Key-Share-Gruppen (X25519MLKEM768 vs. X25519) noch SSH-KEX-Listen. Protokolliert echte OpenSSL-3.5- und SSH-2.0-Handshakes inkl. PFS-Status, DANE/TLSA und nistQuantumSecurityLevel.
Maschinenlesbarkeit (GRC / SIEM) Freitext-Spalten ohne normierte OIDs; kein Import in Dependency-Track, ServiceNow oder SIEM möglich. Beide Welten in einem Paket: Standardisiertes OWASP CycloneDX v1.6 JSON plus semikolon-getrennte deutsche Excel-CSV.

3. Der Doppel-Standard: OWASP CycloneDX v1.6 CBOM + Semikolon-CSV für deutsches Excel

In der Praxis verlangen zwei Zielgruppen im Unternehmen zwei unterschiedliche Dateiformate für exakt dieselben kryptografischen Messdaten:

  1. Für Compliance-Beauftragte, Vorstände und Wirtschaftsprüfer (Deutsche Excel-CSV): Eine sofort in einem deutschen Microsoft Excel ohne Import-Assistenten per Doppelklick lesbare Tabelle (Krypto_Inventar_<domain>.csv). Umlaute und Spalten müssen dabei ohne Nacharbeit korrekt erscheinen.
  2. Für Security-Engineering, GRC-Tools und DORA-Drittparteien-Plattformen (CycloneDX v1.6 CBOM): Eine streng nach dem Schema von OWASP CycloneDX v1.6 strukturierte cbom_<domain>.json, in der jeder Dienst, jedes X.509-Zertifikat, jedes asymmetrische Schlüsselaustauschverfahren und jede Cipher-Suite als eigenes cryptographic-asset mit cryptoProperties, oid und nistQuantumSecurityLevel (0 bis 5) hinterlegt ist.

4. Inhalt des Krypto-Inventars

Beide Dateien beschreiben dieselben Messdaten: je Endpunkt Host und Port, Dienst, Protokollversion, Schlüsselaustausch, Post-Quanten-Status, Zertifikatsalgorithmus und Schlüssellänge, die Bewertung nach BSI TR-02102 und den konkreten Handlungsbedarf.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt der Musterbericht mit fiktiven Beispieldaten, einschließlich Muster-CSV zum Herunterladen.

5. Art. 28 DORA: Warum auch Hosting-, SaaS- und IT-Dienstleister ein CBOM liefern müssen

Genau wie bei NIS-2 (§ 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG) endet auch DORA nicht an der Grundstücksgrenze einer Bank oder Versicherung. Nach Art. 28 bis 30 DORA müssen Finanzunternehmen das IKT-Drittparteienrisiko steuern und in ihren Verträgen mit Softwarelieferanten, Cloud-Anbietern, Rechenzentren und Beratungsunternehmen klare Sicherheits- und Nachweispflichten verankern. Wer als IKT-Dienstleister für einen Finanzkunden tätig ist und zu jedem Release oder Quartalsstichtag ein aktuelles cbom.json samt PDF-Prüfbericht übergeben kann, erfüllt die Due-Diligence-Anforderungen der Bankenaufsicht auf Knopfdruck.

Externe Prüfung orientiert an BSI TR-02102 & § 30 BSIG

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Hauptdomain, Subdomains (crt.sh), Mailserver (MX, STARTTLS, DANE) und SSH – auf TLS 1.3 und X25519MLKEM768.

Kennzahlen & Fristen

Visualisierte Statistiken: Schlüsselgrößen, Subdomain-Blindspots, Fristen & Wirtschaftlichkeit

1. Schlüssel- & Signaturgrößen-Explosion vs. TCP MTU-Limit (1.500 Bytes)

Vergleich der Public-Key- / Signatur-Größen im TLS-1.3-Handshake (in Bytes)

NIST FIPS 203 & FIPS 204
X25519 (Klassisches ECDH — Verwundbar durch Shor) 32 Bytes (2,1 % MTU)
RSA-2048 (Klassisch < 3000 Bit — BSI-Abwertung) 256 Bytes (17,1 % MTU)
X25519MLKEM768 (BSI & NIST FIPS 203 Hybrid-Key-Share — Empfohlen) 1.216 Bytes (81,1 % MTU — Passt in 1 Paket!)
↑ Standard Ethernet / TCP Maximum Transmission Unit (MTU) 1.500 Bytes (Fragmentierungsgrenze)
ML-DSA-65 (NIST FIPS 204 Post-Quanten-Signatur — Einzelne Signatur) 3.309 Bytes (220,6 % MTU — IP-Fragmentierung!)

2. Subdomain-Blindspot: Warum 94 % trotz grüner Hauptseite (www.) durchfallen

Auswertung mittelständischer Domains mit aktivem CDN auf www. bei Prüfung aller Subdomains & Dienste-Ports

94 % Abweichungsquote auf Nebensystemen
www.domain.de:443 (CDN / Proxy) Meist GRÜN

Cloudflare oder moderne Reverse Proxies terminieren TLS 1.3 inkl. X25519MLKEM768 automatisch auf der Marketing-Website.

mail.domain.de:25 (SMTP STARTTLS) 81 % ohne DANE

Fehlende DNSSEC-Signierung oder fehlender _25._tcp TLSA-Eintrag nach BSI TR-03108; oft kein ML-KEM in Postfix/Exim.

vpn.* / portal.* / api.* (Port 443/8443) 76 % RSA-2048

VPN-Appliances und Kundenportale laufen direkt auf der Firewall: RSA-2048 (< 3000 Bit), TLS 1.2 ohne PQC oder Session-Tickets aktiv.

git.* / ssh.* (Port 22 & 2222) 68 % ohne PQC-KEX

Im SSH_MSG_KEXINIT fehlen mlkem768x25519-sha256 bzw. sntrup761; teils noch diffie-hellman-group14-sha1 aktiv.

3. Regulatorischer Zeitstrahl: BSI TR-02102, NIS-2 (§ 30 BSIG), DORA & EU-PQC-Fristen (2025–2035)

Verbindliche Meilensteine für Finanzsektor, NIS-2-Einrichtungen und deren IT-Lieferkette

2025 / 2026
DORA & NIS-2 (§ 30 BSIG)

Geltungsbeginn DORA Art. 9 (RTS 2024/1774) & verschärftes BSIG: Pflicht zu Kryptokonzept, Krypto-Inventar (CBOM) und Geschäftsleiter-Überwachung (§ 38 BSIG).

2026 (BSI TR-02102)
RSA ≥ 3.000 Bit & Hybrid-PQC

BSI TR-02102-2 Version 2026-01: RSA unter 3.000 Bit für längerfristigen Schutz abgelöst; X25519MLKEM768 (FIPS 203) in OpenSSL 3.5 & OpenSSH 9.9 produktiv.

Bis 2030
Hochrisiko-PQC-Deadline

Gemeinsamer Meilenstein von BSI, ANSSI, NLNCSA und EU-Empfehlung (EU) 2024/1101: Vollständige PQC-Absicherung kritischer Infrastrukturen und sensibler Daten.

Bis 2035
Abschaltung klassischer KEX

Vollständige Ablösung rein klassischer asymmetrischer Verfahren (RSA, ECDH, ECDSA) in sämtlichen öffentlichen und behördlichen Kommunikationsnetzen.

4. Kosten- & Zeitvergleich: Manuelles Berater-Audit vs. Automatischer sichergenug.de Prüfstand

Wirtschaftlichkeitsvergleich für die Erstellung von Prüfbericht, Krypto-Inventar (CBOM) und Konfigurations-Vorlagen

Klassische Einzelberatung
Manuelles Berater-Audit
4.500 € – 12.000 € / Projekt
  • • Dauer: 3–6 Wochen Abstimmungs- und Projektlaufzeit
  • • Artefakte: Oft nur statisches Word/PDF ohne maschinenlesbares CycloneDX v1.6 CBOM
  • • Wiederholbarkeit: Jede Nachprüfung nach Server-Updates kostet erneut Tagessätze
Automatisierte Direktprüfung Automatisiert
Automatischer sichergenug.de Prüfstand
149 € / 249 € Einmalzahlung
  • ✓ Dauer: automatisierte Live-Prüfung, Download als ZIP-Paket nach Zahlungsabschluss
  • ✓ Artefakte: PDF-Prüfbericht (im Komplettpaket als PDF/A-3b inkl. eingebettetem CBOM & CSV), CycloneDX v1.6 cbom.json, Excel-/Calc-Arbeitsmappen, 6 PQC-Server-Configs & Richtlinie/Fragebogen (Word, LibreOffice, Markdown)
  • ✓ Preistransparenz: Einmalzahlung (Endpreis), kein Abo
Vorschau der Unterlagen (149-€- & 249-€-Paket)

Diese Dateien erhalten Sie mit dem Prüfbericht

Auszüge aus dem Musterbericht für die fiktive Domain musterfirma.example:

Seiten 1, 2 und 6 des Musterberichts: Deckblatt, Management Summary und Einzelprüfblatt eines Endpunkts

Enthalten im 149 € & 249 € Paket: 01_Pruefbericht_und_Nachweis/Krypto_Pruefbericht_<domain>.pdf mit Management-Zusammenfassung sowie SHA256SUMS.txt (im 149-€-Paket als Standard-PDF; im 249-€-Komplettpaket als langzeitarchivfähiges PDF/A-3b mit direkt eingebettetem CBOM & CSV). Vollständigen Musterbericht ansehen

Häufig gestellte Fragen

Was fordert DORA Artikel 9 (und die RTS DelVO 2024/1774) konkret zum Thema Kryptografie?
Nach Art. 9 Abs. 2 DORA in Verbindung mit Art. 6 und Art. 7 der Delegierten Verordnung (EU) 2024/1774 müssen Finanzunternehmen eine dokumentierte Kryptografie-Richtlinie nach dem Stand der Technik, ein vollständiges Schlüsselmanagement über den gesamten Lebenszyklus sowie ein Register aller Zertifikate und kryptografischen Assets (inkl. Algorithmus, Schlüssellänge, Einsatzzweck und Ablaufdatum) führen und veraltete Verfahren zügig ablösen (Krypto-Agilität).
Was ist ein CycloneDX v1.6 CBOM (Cryptographic Bill of Materials)?
Ein CBOM (Cryptographic Bill of Materials) nach dem offenen Standard OWASP CycloneDX v1.6 ist das kryptografische Pendant zur Software-Stückliste (SBOM). Es speichert in einer maschinenlesbaren JSON-Datei (cbom.json) sämtliche Endpunkte, TLS/SSH-Protokolle, Cipher-Suites, Schlüsselaustauschgruppen (z. B. X25519MLKEM768), X.509-Zertifikate und das jeweilige NIST-Quanten-Sicherheitslevel (nistQuantumSecurityLevel).
Warum lässt sich unsere Krypto_Inventar.csv direkt fehlerfrei im deutschen Microsoft Excel öffnen?
Viele internationale Scanner exportieren komma-getrennte ASCII-Dateien, die im deutschen Excel in einer einzigen Spalte kleben und deutsche Umlaute zerstören. Unser Generator auf sichergenug.de erzeugt eine speziell für den deutschen Markt formatierte CSV-Datei mit UTF-8-BOM (Byte Order Mark) und Semikolon (;) als Trennzeichen.
Müssen auch IKT-Drittdienstleister von Banken und Versicherungen ein Krypto-Inventar vorlegen?
Ja. Über das IKT-Drittparteien-Risikomanagement gemäß Art. 28 bis 30 DORA geben Banken, Versicherungen und Kapitalverwaltungsgesellschaften die Anforderungen aus Art. 6 und 7 DelVO (EU) 2024/1774 unmittelbar an ihre SaaS-, Cloud-, Hosting- und Software-Dienstleister weiter.
Ist das CBOM und die Excel-CSV bereits im 149-€-Paket enthalten?
Ja. Sowohl das 149-€-Paket (Prüfbericht + CBOM) als auch das 249-€-Komplettpaket enthalten den vollständigen Ordner 02_Krypto_Inventar_CBOM/ mit der maschinenlesbaren cbom_<domain>.json (CycloneDX v1.6), der deutschen Excel-Datei Krypto_Inventar_<domain>.csv sowie der Import-Anleitung für Dependency-Track und GRC-Systeme. Das 249-€-Komplettpaket liefert den Prüfbericht zusätzlich als archivfähiges PDF/A-3b (mit direkt im PDF eingebettetem CBOM und CSV) sowie das Inventar als Arbeitsmappe für Excel (.xlsx) und LibreOffice (.ods) mit Maßnahmenplan und strukturiertem Datenblatt zum Import, z. B. in GRC-, CMDB- oder ERP-Systeme wie SAP.

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